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rheinische ART 09/2010

Archiv 2010: aus "Besuchenswert"

 

Grabskulptur des 1. Jahrhunderts n. Chr., Köln
Steinerne Maske

Unheimlich sieht die Maskenskulptur aus, die bei den Ausgrabungen in der Baugrube der Nord-Süd Stadtbahn am Chlodwigplatz gefunden wurde. Sie gehörte gemeinsam mit einer zweiten Maske zum Dachschmuck eines römischen Grabmals und sollte mit ihrem abweisenden Gesicht allen Schaden von dem Grab fernhalten. Die Maske wurde auf dem selben Friedhof an der südlichen Ausfallstraße der Stadt gefunden wie der Grabbau des Lucius Poblicius, der im Römisch-Germanischen Museum Köln wieder aufgebaut ist.


Abbildung: Römisch-Germanisches Museum der Stadt Köln, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln (RBA)

Bis 2. Januar 2011

 

Archäologie in Nordrhein-Westfalen-

eine spannende Geschichte

 

Mit seinem Reichtum an Bodendenkmälern, den im Boden bewahrten materiellen Spuren der Geschichte, gehört Nordrhein-Westfalen zu den kulturhistorisch bedeutenden Regionen Europas. Die fünfte Landesausstellung im Römisch-Germanischen Museum in Köln bündelt die vielfältige Welt der Bodendenkmalpflege und präsentiert reiche Funde aus Nordrhein-Westfalen.

 

FOSSILIEN aus dem Siebengebirge, ein steinzeitliches Tonidol aus Merzenich als ältestes Gesicht des Rheinlandes, prunkvolle Jadeitbeile der Jungsteinzeit von verschiedenen Fundstellen des Landes und ein außergewöhnlicher bronzezeitlicher Antennendolch aus Kamen stehen beispielhaft für Erd- und Urgeschichte. Ein Reiterhelm aus Xanten-Wardt, luxuriöse Gläser und kunstvolle Beinschnitzereien aus Moers und Köln oder auch Gagatschmuck aus Bonn sind Zeugen römischer Alltagskultur und Lebenswelt. Mittelalterliche Funde aus Ausgrabungen in Städten und Dörfern, Kirchen und Klöstern - etwa eine karolingische Wassermühle aus Erftstadt oder eine Bergkristallwerkstatt des Kölner Erzbischofs - illustrieren die vielfältigen Aufgaben und die Rettungsarbeiten der Bodendenkmalpflege und der archäologischen Museen des Landes.

Römisches Haarnetz, Rommerskirchen, Rhein-Kreis Neuss
Kostbarer Kopfschmuck

Das Stirnband aus vergoldeten Metallplättchen und weißen bzw. dunkelblauen Glasperlen ist mit einem Haarnetz aus Wolle, vergoldeten Metallröllchen und Stabperlen aus Glas verbunden. Der Kopfschmuck gehört zu den luxuriösen Beigaben, die im Grab einer etwa 25jährigen Frau gefunden wurden. Die Asche der Toten, eingehüllt in ein Tuch aus Goldbrokat, wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. in einem Steinsarg beigesetzt. Der Sarg enthielt außerdem luxuriöse Glasgefäße, einen Kerzenleuchter aus Glas, einen Handspiegel, ein Marmortischchen und weiteren kostbaren Schmuck.
Der Inhalt des Sarkophags wurde nach seiner Bergung unter Laborbedingungen „ausgegraben". Anhand der genau dokumentierten Fundlage des Haarnetzes gelang es einer Wissenschaftlerin des Instituts für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln, die Knüpftechnik des Haarnetzes und die Anordnung der Schmuckelemente zu rekonstruieren und eine Nachbildung anzufertigen.

Abbildung: Landschaftsverband Rheinland (LVR), Foto: LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, M. Thuns

 

Die in der Ausstellung präsentierten Arbeitsergebnisse der Restaurierungswerkstätten und naturwissenschaftlichen Labore verdeutlichen, wie zunächst unscheinbare Funde die spannendsten „Fundgeschichten" erzählen. 3D-Installationen zeigen den Einsatz modernster Technik, mit der etwa die Baugeschichte des Kölner Doms oder die Entwicklung des Zisterzienserklosters Heisterbach im Siebengebirge anschaulich dargestellt wird.

bra

 

 

Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4
50667 Köln
Telefon 0221-221/2 44 38
und 0221-221/2 45 90

Öffnungszeiten
DI - SO 10 -17 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 - 22 Uhr
 

 


 

 

 

FRANK BAUER 

Die Gelassenheit

der Dinge

Foto: Ausschnitt Flaschen,

Öl auf Leinwand, 2017

 

17.11.2017 - 13.01.2018

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