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rheinische ART 06/2010

Archiv 2010: aus "Besuchenwert"

23.04. bis 13.06.2010

Jochen Lemperts Schwarz-Weiss-Fotografien

 

Seine Motive findet er ausschließlich in der Natur- und Tierwelt. Seine Werke sind die Ergebnisse einer aussergewöhnlichen Kombination von Kenntnissen und Fähigkeiten, denn der Künstler arbeitet mit der Kennerschaft eines ausgebildeten Biologen, mit dem Blick eines Fotografen und den Verfahren eines Wissenschaftlers. Die Aufnahmen sind nicht allein Abdrücke der Wirklichkeit, sondern auch autonome Bilder in der Bildtradition der Moderne.

 

JOCHEN LEMPERT stellt seine Werke der letzten 15 Jahre mit rund 60 Fotografien vor. Für seine handabgezogenen Aufnahmen nutzt er schweres Barytpapier. Das sich leicht an den Rändern aufwellende Papier steht in direkter Beziehung zu seinen materialen Experimenten wie Luminogrammen oder Fotogrammen. Er gießt beispielsweise Meeresleuchttierchen (Noctiluca scintillans) auf Fotopapier oder belichtet Reptilien und Insekten. So entstehen Unikate, die das zeigen, was im Moment des Experiments war. Manche Objekte scheinen für den Betrachter noch nicht in der Bewegung verharrt, die im Bild festgehaltene Bewegung noch nicht endgültig beendet und zusammen mit der rahmenlosen Präsentation darf erahnt werden, dass hier einzig ein Augenblick eines stattfindenden Prozesses im Bild gebannt wurden.

  In seinen frühen Arbeiten versammelt er mehrere Motive assoziativ in Gruppen und regt so zum vergleichenden Sehen an. Der Künstler stellt formale Analogien her, wenn er z.B. einen Hund, der nach einem Ast schnappt und mit seinem Körper den gleichen Schwung bildet wie der Stiel eines Schneeglöckchens, nebeneinander stellt. Hier wird nicht naturwissenschaftlich korrekt klassifiziert, sondern das Sehen geschult. So wird eine Ausstellung von Jochen Lempert auch zur Entdeckungsreise.

 

 

Jochen Lempert während der Präsentation seiner Ausstellung. Die Kamera begleitet ihn immer 

Foto ruwoi

- Abdrücke der Wirklichkeit -

 

Lemperts neueste Fotoserie ist 2009 während seines Aufenthalts in der Villa Massimo in Rom entstanden. Sie zeigt den aktiven Vulkan Stromboli: Eine schwarze Wolke steigt auf und verfliegt langsam, bis der helle Horizont gegen den dunklen Vordergrund und den rauchgeschwärzten Himmel zu sehen ist - ein Motiv, das Anlass sein könnte mit Lemperts jüngstem Werk seine frühen Arbeiten neu zu entdecken.

ruwoi

 

Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz 
50667 Köln

Tel. 0221 / 221-26165


Öffnungszeiten

DI – SO 10 – 18 Uhr

jeden ersten Donnerstag im Monat 10 – 22 Uhr

 

 

 

 


 

 

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