rheinische ART
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rheinische ART 12/2012

 

ARCHIV 2012

Eine Ausstellung aus Moskau im KIT – Kunst im Tunnel

 

I am who I am


Junge russische Künstler und führende Vertreter russischer Gegenwartskunst

 

Gruppe Electroboutique (gegründet 2005 von Aristarkh Chernyshev, geb. 1968, lebt in Moskau u. Alexei Shulgin, geb. 1963, lebt in Moskau / London) weisen mit ihrer Installation „3G International“ auf eine Welt hin, in der Bücher und ein lebendiger menschlicher Austausch von der virtuellen Realität verdrängt werden. Die Lichtskulptur, die die Form des berühmten Turms von Wladimir Tatlin aufnimmt, stellt die Frage nach der Sakralisierung der virtuellen Realität, die unsere Kommunikationsweise und den Umgang mit dem Informationsstrom bestimmt.

Bild: Electroboutique, 3G International, 2010
Mixed technique

 

Als Olga Sviblova die Ausstellung für das Multimedia Art Museums in Moskau (MAMM) konzipierte, hatte sie bereits die Präsentation im KIT Kunst im Tunnel im Blick. Sie, die international erfolgreiche Kuratorin und Leiterin des MAMM, zeichnete bereits 2003 in Düsseldorf für eine Schau mit jungen russischen Künstlern in der Kunsthalle Düsseldorf.

 

DIE Schau ist als ein Querschnitt des Schaffens russischer Nachwuchskünstler und bedeutender Zeitgenossen, die schon seit Jahrzehnten mit ihren Arbeiten in der Öffentlichkeit stehen, zu verstehen. Die jüngste Teilnehmerin ist gerade mal 17 Jahre alt und Sviblova weist darauf hin, dass sich die russische Gesellschaft seit dem Beginn der Perestroika immer noch im Umbruch befindet: „Dabei darf nicht vergessen werden, dass erst 20 Jahre vergangen sind, seit Russland den komplexen und schmerzvollen Prozess des Wandels in den wirtschaftlichen und sozialen Strukturen begangen hat. Auch heute noch existieren im Land verschiedene Wirtschaftsweisen und Mentalitäten, es scheint, als würden verschiedene Gruppen von Menschen in unterschiedlichen historischen Zeiten leben, ungeachtet des gültigen astronomischen Kalenders. 'I am who I am' spiegelt diese Zwiespältigkeit wider, diesen Graben zwischen Vergangenheit und Utopie, mit der sich sowohl die ältere als auch die jüngere Künstlergeneration intellektuell und emotional auseinandersetzt.“
    Gezeigt werden die Positionen und Entwicklungen in den unterschiedlichen Künstlergenerationen dieses Landes, die gleichsam ein Spiegelbild der Veränderungen in diesem flächenmäßig größtem Land der Erde sind.

 

Nach dem Start des ersten Satelliten und dem Flug des ersten Menschen ins Weltall wurde in der UdSSR fast jeder Spielplatz in Form eines Weltraum- Bahnhofs angelegt. Auf solchen Spielplätzen träumten Kinder davon, Kosmonauten zu sein und wurden somit auf eine heldenhafte Zukunft vorbereitet. Ivan Mikhailov (geb. 1981, lebt und arbeitet in Moskau) fand die noch erhalten gebliebenen Spielplätze in einer Provinzstadt. 

Bild: Ivan Mikhailov, aus der 'Playground' Serie, 2010, Digital print

Sergey Shestakov (geb. 1968, lebt und arbeitet in Moskau) wählt die so genannte »tote Zone« als Thema seiner Bilder: In der Serie „Walk into the Future“/ „Fahrt in die Zukunft“ geht es um die Stadt Pripyat, die nach der Tschernobyl-Katastrophe von einer trostlosen Leere durchdrungen ist.

Bild: Sergey Shestakov, aus der Serie 'Journey into the Future. Stop #1'. 2010
Digital print


 

 

 

 

 

Ende der 1990er Jahre nahm Igor Moukhin (geb. 1961, lebt und arbeitet in Moskau) die inzwischen kultisch gewordene Fotoserie „Die Verliebten“ auf, die einen neuen Blick auf die Teenager Russlands warf. 2012 hat sich dieses Bild genauso stark verändert, wie sich die russische Realität selbst verändert hat.

Bild: Igor Moukhin, Moscow Graduates, 1999, Digital print

 

Olga Sviblova, die Leiterin des Multimedia Art Museums in Moskau (MAMM), ist eine international mit Preisen ausgezeichnete Kuratorin. Sie war verantwortlich für den Russischen Pavillon auf der Biennale Venedig 2007 und 2009 und zeigte 2008 den Fotografen Andreas Gursky in Moskau. Die Ausstellung im KIT findet im Rahmen des kulturellen Austausches zwischen Moskau und Düsseldorf statt.

bra

 

Die Ausstellung „I am who I am – junge russische Künstler“ ist vom 15. September bis zum 18. November 2012 zu sehen.
KIT – Kunst im Tunnel
Mannesmannufer 1 b
40213 Düsseldorf
Öffnungszeiten
DI – SO 11 – 18 Uhr

 

 

©Fotos (4) Collection of Multimedia Art Museum, Moscow  

 

 

 


 

 

 

FRANK BAUER 

Die Gelassenheit

der Dinge

(Foto: Ausschnitte

Öl auf Leinwand, 2017)

 

17.11.2017 - 13.01.2018

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