rheinische ART
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rheinische ART 06/2018

KURZ NOTIERT

 Manifesta 12 Die europäische Biennale macht in diesem Jahr in Palermo Station. Unter dem Motto «The Planetary Garden. Cultivating Coexistence» hat die Kunst die Stadt fest in ihren kreativen Griff genommen. Die herausragenden Themen sind Migration, Technik und Natur.

 

Foto © Katharina Sieverding


Auch der Verein Düsseldorf-Palermo engagiert sich und macht auf die Ausstellung „Sieverding – Palermo“ der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Sieverding im „Haus der Kunst“ in Palermo aufmerksam.
      Stadtentwicklung, öffentlicher Raum, Migration und Integration sind die Kernthemen, die Sieverding seit mehr als vierzig Jahren umtreiben. Politische Statements im Großformat sind ihr Markenzeichen. Erstmalig sind in Palermo vierzehn Arbeiten im Plakatformat aus den Jahren 1969 bis 2018 zu sehen. Im „Haus der Kunst“ sind die Digitaldrucke direkt auf den Putz im Innen- wie im Außenraum angebracht. Die Arbeit „Am falschen Ort“ zeigt eine Bildmontage des Flüchtlingslagers Zaatari nahe der syrischen Grenze, bewohnt von circa 200.000 Geflüchteten, und das schematische Bild von zwei russischen Soldaten, die ein Kampfflugzeug mit einem Sprengkörper beladen. Beide sind ursprünglich Pressefotografien. Schriftzug und Titel des Werks „Am Falschen Ort“ sind dem Titel der Autobiografie von Edward W. Said entlehnt, dem geistigen Vater des Postkolonialismus. rART

 

 Romanische Skulpturen Eine Kabinettausstellung im Kölner Museum Schnütgen zeigt in Kooperation mit der Domschatzkammer Skulpturen der Romanik im Rheinland. Zu den berühmtesten dürfte der „Samsonmeister“ zählen.

 

Die "Samsonfigur" aus Maria Lach Foto © Museum Schnütgen

 

Der „Samsonmeister“ ist eine herausragende Künstlerpersönlichkeit im Rheinland des frühen 13. Jahrhunderts, benannt nach der Samsonfigur aus der Benediktinerabtei Maria Laach. Diese ausdrucksstarke Steinskulptur und einige besondere Kapitelle aus Maria Laach waren seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich zu sehen und sind nun für ein gutes halbes Jahr – vom 6. Juni 2018 bis 6. Januar 2019 – im Museum Schnütgen zu Gast. Dort treffen sie auf andere prominente Leihgaben, den steinernen Wangen eines Chorgestühls aus dem Bonner Münster. Dank der Kooperation mit der Domschatzkammer bietet die Schau darüber hinaus die Möglichkeit, einige den Laacher Werken verwandte Kapitelle vor Ort aus nächster Nähe zu betrachten.
     Die Ausstellung und der begleitende Katalog werden von der Peter und Irene Ludwig Stiftung, der Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, dem Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V. und dem Freundeskreis Museum Schnütgen e.V. unterstützt. rART

 

 Ein großer Streit und sein Ende Fast alle aus dem ehemaligen Besitz der Portigon AG als Nachfolgerin der Landesbank West-LB (mehr) erworbenen Kunstwerke sind als Dauerleihgaben in nordrhein-westfälischen Museen der Öffentlichkeit zugänglich.
     277 Kunstwerke und ein historisches Streichinstrument hatte das Land im Juli 2016 von der Portigon AG erworben und in die unselbstständige, von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verwaltete Stiftung Kunst im Landesbesitz (mehr) eingebracht. Die Arbeiten wurden an insgesamt 42 Institutionen – in der Mehrzahl Museen –, verteilt. Die Werke des heterogenen Kunstbestandes der damaligen Landesbank datieren vom Spätmittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart.
      Gezielt stärken die Werke nun die Sammlungsschwerpunkte der einzelnen Häuser, die ihre Neuzugänge jetzt präsentieren, informiert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW. So zeige das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr Erich Heckels Gemälde „Seelandschaft mit Boot“ von 1920. Das Museum Kurhaus Kleve konnte seinen Sammlungsschwerpunkt Fotografie mit Werken unter anderen von Wolfgang Tillmans und Candida Höfer erweitern und mit der Ansicht der neuen Moschee in „Istanbul“ von 1907 des Impressionisten Paul Signac erhielt das Wallraf-Richartz-Museum in Köln eines der herausragenden Werke des Kunstbestandes. 

     Zu diesen zählt auch August Mackes „Gartenbild“, das neben anderen Arbeiten dauerhaft an das Kunstmuseum Bonn verliehen wurde. Im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster können dauerhaft Werke verbleiben, die – wie etwa Bildtafeln des italienischen Frührenaissance-Malers Giovanni di Paolo – bereits als Leihgaben in der hauseigenen Sammlung waren. Die Violine „Lady Inchiquin“ von Antonio Stradivari ging bereits im Mai 2017 an den Solisten Frank Peter Zimmermann. ruwoi