rheinische ART
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rheinische ART 11/2019

KURZ NOTIERT  

► Deutsches Fotoinstitut Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens begrüßt die Entscheidung des Bundestages zur Gründung und finanziellen Förderung eines Deutschen Fotoinstituts in Nordrhein-Westfalen.
     Ort des neuen Instituts wird nach Angaben des Kultur- und Wissenschaftsministeriums NRW die Landeshauptstadt Düsseldorf sein. Dazu soll ein Neubau im Ehrenhof entstehen, der damit als Kulturzentrum weiter ausgebaut wird.
     Der Haushaltsausschuss des Bundestags stellt für den Aufbau des künftigen Instituts Mittel in Höhe von insgesamt mehr als 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Landesregierung NRW und die Landeshauptstadt Düsseldorf werden ihrerseits die Ko-Finanzierung des Instituts gewährleisten, das einen zentralen Beitrag zur Bewahrung und Vermittlung des nationalen fotografischen Kulturerbes leisten soll. Die Initiative wird von weltweit anerkannten Fotografen unterstützt.
     Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages ist ein großer Erfolg für Nordrhein-Westfalen und zugleich eine Bestätigung der hier vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich der Fotografie. Düsseldorf ist ein lebendiges Zentrum der Fotografie und damit ein hervorragender Standort für das bundesweit bedeutsame Projekt. Die Vielfalt der Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens wird dadurch zusätzlich bereichert. Nordrhein-Westfalen ist eine der kreativsten Regionen Europas. Nirgendwo sonst gibt es eine solche Dichte an Theatern, Konzerthäusern, Museen und Bibliotheken – und nun kommt mit dem Deutschen Fotoinstitut ein weiteres kulturelles Aushängeschild für unser Land hinzu. Uns als Landesregierung liegt die Kultur im Land besonders am Herzen, die Erhöhung des Landeskulturetats um 100 Millionen Euro bis 2022 zeigt das sehr deutlich.“ ruwoi

 

Käthe Kollwitz Selbstbildnis, 1889, Feder in schwarzer Tusche und Pinsel in Sepia auf Zeichenkarton, NT 12, Kölner Kollwitz-Sammlung © Käthe Kollwitz Museum Köln

 

 Kollwitz in Frankreich Mit über 140 Leihgaben ist derzeit das Kölner Käthe Kollwitz Museum zu Gast bei der ersten umfassenden monographischen Retrospektive der deutschen Künstlerin in Frankreich. Zu sehen ist die Schau im Straßburger Musée d’Art moderne et contemporain de Strasbourg (MAMCS). Schirmherr der Ausstellung ist Staatspräsident Emmanuel Macron.

     Anlass der Ausstellung ist das 75. Gedenkjahr zum Ende des Zweiten Weltkrieges. „Mit seiner Schirmherrschaft unterstreicht Präsident Macron die künstlerische und historische Bedeutung von Käthe Kollwitz und ihrem Œuvre, das in Frankreich bis heute nur unzureichend bekannt ist“, so Paul Lang, Generaldirektor der Museen der Stadt Straßburg. Zwar ist Käthe Kollwitz (1867–1945) keine Unbekannte in Frankreich. Doch tatsächlich ist sie im Nachbarland weitgehend nur Fachleuten aus der Kulturszene vertraut. 
     Mit insgesamt mehr als 170 Exponaten, davon etwa 30 Werke aus dem Straßburger Kollwitz-Bestand, die noch zu Lebzeiten der Künstlerin erworben wurden, wird dem Publikum ein Überblick über das gesamte künstlerische Schaffen der wohl bedeutendsten deutschen Zeichnerin, Graphikerin und Bildhauerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboten. Die Schau „Käthe Kollwitz. ´Je veux agir dans ce temps`“ (Ich will wirken in dieser Zeit) bietet ferner einen ausführlichen Blick auf die Biographie der Künstlerin. Neben der breiten Werksauswahl ergänzen Tagebuchaufzeichnungen und Briefe der Chronistin Kollwitz die Präsentation. bra